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LivinGospel Choir im Brückenforum

LivinGospel Choir gibt sein Bonner Debüt

Generalanzeiger 24.05.2011 Text Paul Robert

Gott weiß, wo der Troisdorfer LivinGospel Choir schon alles aufgetreten ist. In der Köln-Bonner Region macht er seit schon langem durch mitreißende Konzerte von sich Reden. Sein Bonner Debüt im Brückenforum war ein rauschender Erfolg: Der Saal war dicht besetzt und die Stimmung hervorragend. Beeindruckend, mit welchem Elan und welcher Professionalität sich die 50 Sängerinnen und Sänger mitsamt der fünfköpfigen Begleitband präsentierten. Im Repertoire des Ensembles standen moderne Gospelsongs, Soul-Balladen und Rhythm´n´ Blues-Klassiker , die das geschlossen auftretende Ensemble unter Leitung des Ehepaares Wolfgang und Naomi Wien mit großem Gospelfeeling vorstellte. Fesselnd waren auch die Gesangseinlagen von Gospelpastor Daniel Aborah aus Nigeria, der mehrfach aus den Reihen der Sänger hervortrat und darüber hinaus Einblick in traditionelle Gospel-Gottesdienste gab. Mehrere Gastsolisten wie Worthington Davis(USA), Sängerin Joy Masala sowie verschiedene Tanzvorführungen der Ballettschule Im Hofgarten aus Lohmar bereicherten das abwechslungsreiche Programm. Hinreißend geriet das große Finale, bei dem sich noch einmal alle Künstler auf der Bühne versammelten und zusammen mit dem Kinderchor Michael Jacksons/Lionel Richies Welthymne „We are the World“ sangen.

Jedes Lied kommt authentisch rüber

Rhein-Sieg-Rundschau 26.05.2011 Text WPR

Der „Livingospel Choir“ aus Troisdorf gab sein Bonner Debüt im Brückenform

Bonn. Man muss schon lange suchen, um einen deutschen Gospelchor zu finden, der sich mit vorwiegend amerikanischen, zumeist Profi-Gospelchören und noch dazu nach deren Standards messen lassen kann. Der Troisdorfer „LivinGospel Choir“ wird diesen Maßstäben gerecht, wie sich bei seinem Debüt im Beueler Brückenforum herausstellte. Bereits 1996 wurde der Chor von den Eheleuten Naomi und Wolfgang Wien gegründet, kam reichlich herum, begeisterte zum Beispiel vor 15000 Zuschauern in der Kölner Lanxess-Arena- es ist daher unerklärlich, warum es mit einem Auftritt in Bonn so lange dauerte. Die 50 Sängerinnen und Sänger des international besetzten Chors, die fünfköpfige Begleitband, seine Solisten, Gäste wie Worthington Davis(USA/Frontsänger der Stefan Raab-Band „Heavytones“), Gospel-Reverend Daniel Aborah aus Nigeria, die Sänger Joy Masala und Erik Heikaus sowie verschiedene Tänzer aus der Ballettschule Im Hofgarten Lohmar (Doris Schuster-Weber) überzeugten rundum. Naomi und Wolfgang Wien haben ihren Chor bestens im Griff. Ihr Dirigat ist stringent und überschaubar, zudem beherrschen sie das Vokabular der Gestik aus dem Effeff, motivieren ihre Sänger und Musiker dermaßen, dass jeder Song ihres abwechslungsreichen Repertoires aus groovigen Gospels, tief empfundenen Soul-Balladen und fetzigen Rhythm´n´Blues-Nummern authentisch herüberkommt. Es gab keine Spur von aufgesetzter Freude und professioneller Routine, der Chor ist inspiriert und empfindet auch was er singt. Die Gesichter der Sänger sprechen Bände. Zudem verfügt der Chor über ein rundes Konzept, das durch wohl durchdachte, aber unauffällige Choreographie, begleitende Bilder und Singtexte in punkto Professionalität nichts zu wünschen offen lässt. Zu erleben ist ein homogenes Ensemble, in dem sich niemand in den Vordergrund spielt, durch kompakte Sangesleitung und gekonnte Soli das Publikum anspricht, Emotionen zu wecken und zu berühren weiß. Zu hören waren traditionelle Gospelsongs wie das Medley „Whole World/Amen/Down by The Riverside oder Weltsongs („Ain´t Nobody, „Celebration“). Hinreißend war eine Kinderschar, die beim Michael Jackson-Hit „We are the World“ abwechselnd die Stimmführung übernahm. Beim großen Finale durfte freilich der Klassiker „Oh Happy Day“ nicht fehlen. In der frenetisch geforderten Zugabe wurde das Gebet „Total Praise“ intoniert. Das Ergebnis: absolutes Gospelfeeling und Gänsehaut pur!