![]() Die Schneekönigin15./16. Dezember 2007 Ein böser Troll, der Höllenkönig. . .“, so beginnt das Märchen „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen, das am Wochenende als Ballett in der Stadthalle in Siegburg aufgeführt wurde. Doris Schuster-Weber und die Schülern ihrer „Ballettschule Im Hofgarten“ hatte wieder zu einem vertanzten Märchen eingeladen. Schon die Kulissen bargen faszinierende Effekte: Der Spiegel, der in tausende Splitter zerbrach und die Herzen der Menschen erkalten ließ, verstärkte die mystischen Auftritte der Trolle mit ihrem König. Auf dem vereisten Marktplatz tollten derweil die Freunde Gerda und Kai herum, liefen Schlittschuh, als Kai von einem Splitter getroffen und von der Schneekönigin in ihr Reich entführt wurde. Verzweifelt machte sich Gerda auf die Suche. Herrlich unbeschwert agierten die beiden jungen Haupttänzer, überhaupt überzeugte die Aufführung nicht nur durch tänzerische, sondern auch durch schauspielerische Leistung. Klassisches Ballett, Modern und Jazz: Doris Schuster-Weber schaffte es wie schon bei ihren letzten Aufführungen „Max und Moritz“, „Der Froschkönig“, „Peterchens Mondfahrt“ und „Pinocchio“ die unterschiedlichen Stile aufeinander abzustimmen. Die Kostüme taten ihr Übriges dazu: Klassische Tutus wechselten mit bunten Blumenkindern, jungen Geishas, Raben und Pinguinen. Anne Imhoff, Anne Diefenbach, Saskia Ames, Britta Diefenbach und Saskia Maciolek waren die „Königinnen der vier Jahreszeiten“. Sie wagten sich an den Spitzentanz, der vom Publikum anerkennend bewundert wurde. Auch die kleinsten Tänzer versetzten das Publikum als Schneehasen in Erstaunen. Als das Schloss der Schneekönigin durch die wieder gewonnene Freude von Gerda und Kai zu schmelzen begann und der Vorhang das Gute der Geschichte besiegelte, waren die Zuschauer im ausverkauften Saal nicht mehr zu bremsen: stehende Ovationen für die Tänzer, die sich den Applaus redlich verdient hatten. |
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